Willkommen auf der Homepage von

           Portrait  

 

 

 


     Uwe Pörksen


Uwe Pörksen wurde 1935 in Breklum, Kreis Husum, geboren und lebt seit 1968 in Freiburg, war dort von 1976 bis 2000 Universitätsprofessor für deutsche Sprache und Ältere Literatur. Seine wissenschaftlichen Interessen gelten der Literatur des Mittelalters, der Wissenschaftssprache und Sprachkritik, Visualisierung und politischen Rhetorik. Auf den Gebieten Sprachkritik, Bildkritik und Politische Rede veröffentlichte er an ein öffentliches Publikum gerichtete umfangreiche Essays. Seit 1972 gibt es von ihm literarische Veröffentlichungen: Lebensläufe, Gedichte, Reise-Essays, Erzählungen, zwei Romane.


Biographie und Bibliographie  

Schriftenverzeichnis   Kontakt




   Biographie und Bibliographie in Kurzfassung

Biographie
1935 geboren am 13. März in Breklum, Kreis Husum
1954 - 1960 Studium der Fächer Deutsch, Geschichte, Philosophie in Freiburg, Göttingen, Kiel
1962 - 1964 Referendar an Schleswig-Holsteinischen Schulen
1965 - 1972 Assistent bei Prof. Dr. Hugo Steger, zunächst in Kiel, seit Oktober 1968 in Freiburg
1968 Promotion in Kiel mit einer Dissertation über den 'Erzähler im mittelhochdeutschen Epos'
1975 Habilitation. 'Zum Verhältnis von Erkenntnis und Sprache in Goethes naturwissenschaftlichen Schriften'
1976-2000 Professur für Deutsche Sprache und Ältere Literatur am Deutschen Seminar der Freiburger Universität
1981/1982 Fellow des Wissenschaftskollegs zu Berlin

Seit 1966 verheiratet mit Gunhild Kipp aus Marbach (Neckar), gemeinsame wissenschaftliche Arbeiten und Veröffentlichungen, drei Kinder: Bernhard, Sybilla, Julian.

Mitgliedschaften
Mainzer Akademie (1986)
Darmstädter Akademie (1989)
Vorstand der Wilhelm-Lehmann-Gesellschaft Eckernförde
Rat für deutsche Rechtschreibung (Ende 2005 bis Oktober 2008 - als Mitglied der Sprachkommission der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung) - Austrittserklärung
Auszeichnungen
1990 Henning-Kaufmann-Preis (für das sprachkritische und poetische Werk)
1988 Hermann-Hesse-Preis
1984 Preis der deutschen Akademie für Sprache und Dichtung (Preisfrage: Spricht die Jugend eine andere Sprache?)                            


   Bibliographie

Austrittserklärung

Prof. Dr. Uwe Pörksen
Vizepräsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung

An den Vorsitzenden des Rats für deutsche Rechtschreibung
Herrn Staatsminister a. D.
Dr. h.c. mult. Hans Zehetmair
Hanns-Seidel-Stiftung e.V.
Lazarettstr. 33
D-80636 München


An die Mitglieder des Rats für deutsche Rechtschreibung
Geschäftsstelle am Institut für Deutsche Sprache (IDS)
R5, 6-13
D-68161 Mannheim


Freiburg, 4.10.2008


Sehr geehrter Herr Vorsitzender, sehr geehrte Ratsmitglieder,
verehrte Kolleginnen und Kollegen,

mit diesen Zeilen kündige ich an, daß ich zum Termin der nächsten Sitzung aus dem Rat für deutsche Rechtschreibung ausscheide.
Die Aufgabe des Rates habe ich zur Zeit meines Beitritts vor etwa drei Jahren so verstanden, daß er die Baustelle Rechtschreibung in den wichtigsten Bauabschnitten einer Revision und einem Rückbau unterzieht. Unsere zunächst sehr zurückhaltende Akademie hat sich daran beteiligt, als der Rat ihrem Vorschlag entgegenkam, Arbeitsgruppen - u.a. zum Thema Zusammen- und Getrenntschreibung - einzurichten, und diese in der Folge überzeugende Vorschläge vorlegten. Im Frühjahr 2006 kam es zum erfolgreichen Abschluß eines ersten Kapitels, zugleich wurde die Weiterarbeit in einer Sitzung, an der ich teilnahm, auf eine nicht unbedenkliche Weise unterbunden bzw. auf ein St. Irgendwann vertagt.
Inzwischen vermag ich kein klares Programm zu erkennen, weder was Inhalt und Gewichtung der noch zu erledigenden Kapitel, noch was den Zeitplan, noch was die einzusetzenden Arbeitsgruppen angeht. Statt dessen scheint mir der Rat dazu überzugehen, sich neuen, weitergehenden Aufgaben zuzuwenden.
Das widerspricht meinem Verständnis seines Auftrags und seiner Möglichkeiten. Ich habe ihn als Aushilfe in einer verfahrenen Situation begriffen. Als Dauereinrichtung halte ich ihn für eine Fehlkonstruktion. Unsere Orthographiegeschichte ist in den 90er Jahren verunglückt, weil ein Gremium, das in den 50er Jahren gegründet wurde, um die Idee einer Kleinschreibung nach englischem oder dänischem Vorbild zu prüfen, sich, als die Idee zu den Akten gelegt wurde, nicht aufgelöst hat.
Die Reaktion bzw. die fehlende Reaktion auf das letzte Schreiben unserer Sprachkommission bestärkt mich in meinem Entschluß. Die Kommission unserer Akademie ist über meine Entscheidung unterrichtet und hat für sie mehr als Verständnis. Ich bitte darum, daß die Gründe meines Austritts in der kommenden Sitzung diskutiert werden. (Sollte es bei dem ursprünglich angekündigten Termin 23. Oktober bleiben, müßte ich mich leider schon um 13h verabschieden).

Mit freundlichen Grüßen

Ihr
(Uwe Pörksen)



Zum Seitenanfang